
Definiere ein unmögliches Ziel. Überwache täglich deinen Fortschritt. Hör auf, dich zu verarschen.
Warum dich das jucken sollte: „Ich hab noch so viele Lücken“ funktioniert nicht, wenn du ein unmögliches Ziel verfolgst. Alles Unwichtige fällt automatisch durchs Raster, wenn du alles dem Ziel unterordnest.
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Ich schreibe dir heute, weil ich bis vor ein paar Jahren jedes Silvester dasselbe bei mir beobachtet habe: Ziele wie Konfetti. Und am 10. Januar liegt das Zeug tot im Flur.
Also hier ein Framework aus vier Parts, das nicht sonderlich fancy ist, dafür aber Resultate erzeugt. Machen wir aus „2026 wird mein Jahr“ eine Routine, die dich endlich Richtung Examen schiebt.
Alle Ziele, mit denen ich es ernst meine, verfolge ich exakt so:
Wenn dein Ziel mit „einfach weiter so“ erreichbar ist, brauchst du kein Ziel – erst recht kein ambitioniertes. Setz dir stattdessen ein Ziel außer Reichweite mitsamt einer Deadline, deren Einhaltung dir unmöglich erscheint, wenn du weitermachst wie bisher. Genau darum geht es: Das Ziel muss dich zwingen, deine Methode zu hinterfragen, deine Gedanken zu fokussieren und dich strategisch neu auszurichten.
Beispiele (du brauchst nur eins):
Ein Ziel ist kein Motivationsspruch. Es ist ein Messer, das deinen Lernalltag neu schneidet.
„Ich will einfach nur bestehen“ ist Nebel. Nebel macht bequem im Denken. Bequem macht 5,5 Punkte – das, was alle haben, die ihre Vorbereitungsmethode nie richtig hinterfragt, bis zum Umfallen gelernt und auch sonst einfach das gemacht haben, was das nächstbeste Rep ihnen erzählt hat.
Eine kurze Frist verschafft dir auf brutale Art und Weise Klarheit: Was von dem, was ich mache, bringt mich wirklich voran? Was ist Beschäftigungstherapie?
Und ja: Das kann sich unangenehm anfühlen. Gut so. Dein bisheriger Komfort hat dich ja offensichtlich nicht dahin gebracht, wo du hinwolltest.
Wenn du jetzt denkst: „Aber ich hab doch noch so viele Lücken …“: Genau deswegen brauchst du die Frist. Damit du aufhörst, dich hinter dem Stoff zu verstecken, den du „unbedingt noch lernen“ wolltest.
Lange Frist = lange Ausreden.
Du brauchst jeden Tag Beweise, damit du nicht wieder in alte Muster verfällst. Mach eine laufende Liste. Ob analog oder Notizen-App, scheißegal. Es geht nur um die Frage:
Was lief heute besser als gestern – mit Blick auf mein Ziel?
Datum drüber. Dann wenigstens ein Satz. Mehr ist besser, aber nicht zwingend notwendig.
Beispiele:
Diese Liste ist kein Tagebuch. Du führst Protokoll über deine neue Identität.
„Heute hab ich 8 Stunden geballert“ ist vielleicht nett fürs Ego. Aber wenn du danach drei Tage tot bist und keinen Bock mehr hast, war’s einfach nur dumm.
Du darfst und sollst Dinge auch nochmal aufschreiben, die du gestern schon gemacht hast. Genau das lässt ja Routinen entstehen. Routine ist das, was im Examen Punkte macht: analysieren, gliedern, auswerten, vertiefen, nachziehen.
Ein guter Tag ist nichts wert, wenn er nicht wiederholbar ist.

Du brauchst einen Gegenpart, der für Accountability sorgt und dir Wege aufzeigt, die du noch nicht sehen kannst.
Optimal: ein Mentor/Coach, der das erreicht hat, was du erreichen willst. Also nicht „mein Kumpel lernt auch“. Sondern jemand, der wirklich liefern kann: Strategie, Korrektur, Prioritäten.
Wenn du keinen hast oder kein Geld, einen zu bezahlen: Bau dir einen. Ja, ernsthaft.
Allein kannst du weit kommen. Aber allein belügt es sich auch am leichtesten.
Das ist die billigste Variante, wenn du niemanden buchen willst.
Du führst regelmäßig, bestenfalls sogar täglich, einen kurzen fiktiven Dialog mit deinem Zukunfts-Ich, das dein Ziel erreicht hat. Nicht spirituell. Nicht esoterisch. Einfach ein Perspektivwechsel, der dich aus dem Alltagschaos rausholt.
Fragen, die dir dein Zukunfts-Ich stellen könnte:
Dein Problem ist so gut wie nie fehlendes Wissen. Es ist aber oft fehlende Richtung.
Wenn du ChatGPT nutzt, dann auch richtig: nicht für „Erklär mir 823“. Sondern für Führung.
Engineere eine feste GPT-Persönlichkeit, die dich coacht.
Versimpeltes Beispiel:
„Du bist mein Ich in drei Jahren, das meine hohen Ziele im Examen mit Leichtigkeit erreicht hat. Du bist streng, klar, anti-Bullshit. Du fragst nach Zahlen, nicht nach Gefühlen. Du gibst mir einen nächsten Schritt, der heute machbar ist.“
Anmerkung (auch wenn es auf der Hand liegt): Das wird so als Prompt nicht die gewünschten Ergebnisse liefern. Das kannst du maximal als Ausgangspunkt nehmen.
Dann 10–15 Minuten am Tag:
Wenn du so ein mächtiges Tool hast und es nur als Lexikon nutzt, brauchst du dich über Stillstand nicht zu wundern.
Das vierte Element, das die meisten vergessen: mit dem Ziel interagieren.
Am Anfang täglich. Später zumindest wöchentlich. Du schreibst Ziel + Deadline einmal kurz hin und dann: Wo stehe ich gerade – in harten Fakten?
Wenn du aktuell durch jede Probeklausur fällst: Schreib das auf. Nicht dramatisieren. Nicht schönreden. Den Status quo halt.
Das Ziel wirkt nur, wenn du dir klarmachst, wie viel Weg noch vor dir liegt.
Okay, Umsetzung. Nicht ab Montag. Ab morgen.
Du brauchst keine Neujahrsvorsätze. Du brauchst ein Ziel, eine Liste, einen Gegenspieler und den Mut, der Realität ins Auge zu blicken.

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